Ludwig Ahgrens Stream sammelt 90.000 € für LGBTQ+-Jugendliche

Ludwig Ahgren in 2022 (2) (cropped) - Digital concept art for illustrative purpose, tags: für - Monok

Am 14. November 2025 veranstaltete der US-Streamer Ludwig Ahgren in Los Angeles einen fast fünfzehnstündigen Charity-Stream, bei dem rund 89.500 € für The Trevor Project zusammenkamen – eine Non-Profit-Organisation, die LGBTQ+-Jugendlichen Krisenhilfe und Suizidprävention anbietet.

Der Stream war einer langjährigen Zuschauerin namens Kanabana gewidmet, deren Tod am 13. November 2025 der Community bekannt wurde und das Publikum nach einer Möglichkeit suchen ließ, ihr Respekt zu erweisen.

Trevor-Project-Hilfe in LA

Kanabana war seit Ahgrens ersten Streaming-Tagen, als ihm nur etwa hundert Leute zusahen, regelmäßig im Chat aktiv. Community-Mitglieder erinnern sich an sie als feste Größe, die mit dem Host witzelte, ihn zum Vollzeit-Streaming ermutigte und als trans Frau offen erzählte, dass sein Kanal für sie ein selten bestärkender Ort sei.

Nachdem bekannt wurde, dass sie gestorben war, kündigte Ahgren an, den nächsten Stream zu nutzen, um in ihrem Namen Spenden für The Trevor Project zu sammeln. Die Charity-Sendung kombinierte Speedruns, Variety-Games und eine lange Super-Smash-Bros.-Melee-Herausforderung gegen den Profispieler Zain, wobei neue Abschnitte freigeschaltet wurden, sobald euro-denominierte Spenden bestimmte Schwellen erreichten.

Die Meilensteine orientierten sich an euroäquivalenten Zielbeträgen, die seine ursprünglichen Fundraising-Ziele widerspiegelten; die oberste Marke lag bei knapp 86.000 €, und das Endergebnis übertraf diese Summe um mehrere tausend Euro.

Kanabanas Vermächtnis prägt künftige Streams

Die Aktion findet in einer Zeit statt, in der LGBTQ+-Jugendliche weiterhin einem hohen psychischen Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind. Eine landesweite Umfrage aus dem Jahr 2024 ergab, dass 39 Prozent der Befragten ernsthaft über einen Suizid nachgedacht hatten und 12 Prozent einen Versuch unternommen hatten; die Hälfte derjenigen, die psychische Hilfe suchten, gab an, keinen Zugang erhalten zu haben.

Für The Trevor Project sorgen Spenden aus Creator-Kampagnen dafür, dass Krisen-Hotlines und digitale Beratungsangebote weiter betrieben werden können, während die öffentliche Unterstützung für spezifische LGBTQ+-Dienste unter Druck gerät. Für Ahgrens Community bot der Stream eine strukturierte Möglichkeit, eine Freundin zu betrauern, die sie nur über Usernamen und gemeinsame Witze kannten, und diese Trauer in konkrete Hilfe für andere umzuwandeln.

Ahgren, der bei früheren Marathons bereits weit über 200.000 € für andere Zwecke gesammelt hat, sagte den Zuschauern, er wolle in Kanabanas Andenken erneut eine Charity-Aktion starten. Die Resonanz auf diesen Stream deutet darauf hin, dass künftige Kampagnen weiter wachsen und die Geschichte eines Community-Mitglieds zu einer wiederkehrenden Unterstützung für LGBTQ+-Jugendliche in Krisen machen könnten.